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Aufgetischt

Der schön gedeckte Tisch gewinnt immer mehr an Stellenwert. Nur, „schön“ allein ist zu wenig. Ist Ihr Tisch auch „richtig“ gedeckt? So dass sich Familie und Freunde auch wirklich wohlfühlen? Wir geben Ihnen einfache Tipps für gelungene Festmahle.

 

Keine Angst, hier werden keine verzopften Benimmregeln auf aufgetischt. Sie werden aber selbst bald feststellen, dass viele dieser „Regeln“ einen realen, sehr praktischen Hintergrund haben. Wem wurde nicht schon die Stimmung verdorben, weil ein Teller heruntergekippt oder gar das Rotweinglas umgestoßen wurde. Richtig gedeckt,kann man diese Zwischenfälle zwar nicht immer verhindern, aber zumindest reduzieren

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Wichtig bei Tisch ist Betrachten Sie den Tisch als Bühne.

Vor allen Dingen geben die Tischdecke und die Servietten dem Tisch verschiedene Gesichter. Ob die „schön  geglättete Tafel“ in der Odyssee auch schon auf ein Tischtuch hinweist, weiß man nicht so genau. Jedoch „die gereimten Lehren“ aus dem frühen Mittelalter mahnen, dass man sich nicht ins Tischtuch schnäuzen soll.


Jedenfalls hat das Tischtuch Tradition. Die Farbe des Tischtuchs dominiert das Aussehen des Tisches. Festliche Tafeln sollte man eher in Weiß decken. Zum Kaffe- oder Teetisch eignen sich pastellfarbene Tischtücher. Weißes Porzellan ohne Dekor sieht auf einer bunt gemusterten Tischdecke gut aus.

Ein Service mit Dekor gehört besser auf ein einfarbiges Tischtuch. Nur dort, wo wenig Wert auf Tischkultur gelegt wird, wo einfach „nur“ gegessen wird, ist auch das Tischtuch zu Plastik verkümmert. Servietten bringen neben Abwechslung auch einen gewissen Stil. Sie können gerollt oder schlicht gefaltet, mit Serviettenringen versehen werden oder, individuell geschmückt, die thematische Fortsetzung
der Dekoration sein.

Einfache Regeln
Grundsätzlich gilt: Jedes Stück hat in erster Linie der Bequemlichkeit zu dienen. Beispielsweise werden die Teller in etwa zwei fingerbreit vom Tischrand platziert. Stellt man sie weiter weg, wird gepatzt. Ragt der Teller über den Tischrand, wird das Platznehmen erschwert, wenn man ihn nicht unabsichtlich hinunterwirft. Wenn Sie Gäste haben, wäre ein sogenannter Platzteller hilfreich. Er ist größer als das Gedeck.

Der praktische W e r t ?
Nicht nur das Tischtuch wird geschont, und nimmt man das Gedeck weg, sitzt der Gast nicht vor einem leeren oder nicht mehr ganz sauberen Platz. Salatteller stehen stets auf der Seite der Gabel, also links. Kaffee oder Teetassen mit dem Unterteller stehen rechts neben dem Kuchenteller. Das aber bitte erst nach dem Hauptgericht.

 

Das Geschirr

Dass alles praktisch bleibt und schnell geht, dafür sorgt das gewählte Material. Ob Porzellan oder Keramik, hängt vom gegebenen Anlass ab. Erlaubt ist, was gefällt.

 

Die heutigen Dekore unterscheiden sich von den früheren durch eher schlichtes Aussehen. Man legt mehr Wert auf die Hervorhebung der Speisen, daher bevorzugt man einfache, naturnahe Grundfarben. Unsere Gegenwart verlangt hohe Kälte- und Hitzefestigkeit.

Denken Sie auch daran, wieweit Ihr Geschirr Mikrowellen geeignet ist. Besonders praktisch fürden Alltag sind Geschirre, die – vom Herd direkt auf den Tisch gestellt – Stil zeigen. Denken Sie daran, Esskultur ist auch die Pause im täglichen Leben.

Die Spülmaschinen-Sicherheit ist bereits selbstverständlich. Ausgenommen ist allerdings Großmutters schönes Porzellan. Auch bei einer Neuanschaffung -speziell im Ausland –sollte man immer hinterfragen, ob mit der Hand oder der Maschine zu spülen ist. Bezüglich der Dekore folgen Sie den einfachen Regeln des Geschmacks

 

Das Besteck

Gehört zu den Gegenständen, die man Tag für Tag in die Hand nimmt, ohne sich  darüber Gedanken zu machen. Besteck vereint in sich Funktion und Design, es ist handgerechter geworden. Heute werden fast alle Bestecke aus Chrom-Mangan oder aus Chrom-Nickel-Stahl hergestellt. Sie sind rostfrei, einfach zu pflegen und spülmaschinenfest. Bei antiken Bestecken ist Vorsicht geboten.

Man wäscht sie besser mit der Hand. Tischsilber ist populär geblieben. Neben seinem optischen Eindruck sprechen auch die Materialeigenschaften dafür. Silber bildet an der Luft eine dünne Oxydschicht und hat dadurch eine antibakterielle Wirkung. Darüber hinaus sind diese Bestecke unbegrenzt haltbar,vorausgesetzt, es wird richtig gepflegt. Die beste Pflege ist übrigens der tägliche Gebrauch.

 

Was kommt wohin?

Zur Anordnung der Bestecke gelten einige Grundregeln. Sie sind logisch und ganz einfach. Lustigerweise passieren hier die meisten Fehler. Die Besteckteile sind immer in der Reihenfolge angeordnet, in der sie auch benutzt werden. Sie werden von außen nach innen weggenommen.

 

Messer und Löffel sind rechts vom Teller, die Gabeln links platziert. Die Klinge der Messer zeigt nach innen. Oberhalb des Tellers liegt der Dessertlöffel und die Dessertgabel. Sie zeigen stets in entgegengesetzte Richtungen, Löffel nach links, Gabel nach rechts. Nicht vergessen: „Iss nie Fisch mit dem Messer“. Haben Sie kein Fischbesteck, tun es zwei Gabeln auch.

 

Zu den nicht alltäglichen Tafelgeräten gehören fallweise auch Hummer- und Schneckenzange, Spagetti- und Sardinenheber. Aber damit werden Sie sicher seltener konfrontiert. Sind Sie bei der Handhabung der Sonderbestecke nicht sattelfest – macht nichts! Warten Sie, bis jemand damit beginnt. Soll schon passiert sein, dass dieser „Jemand“ es falsch macht. Trotzdem – machen Sie es bitte nach. Es hebt die Stimmung!

Hoch das Glas

Mehr als vier unterschiedliche Gläser sollte man bei einem Gedeck nicht hinstellen.Auch hier gilt die Formel von außen nach innen. Das Bier-, Weinoder Wasserglas rechts. Es ist einfacher, ls man denkt. Die Glasgröße richtet sich nach der Art und dem Quantum des Getränkes. Starke Alkoholgetränke wird man in kleinen Gläsern verabreichen, durstlöschende, leichte Getränke in größeren. Für jedes Getränk gibt es das passende Glas. Auch hier wieder keine Schikane, sondern im passenden Glas entwickelt sich das Aroma einfach besser. Oder hat Ihnen der Sekt im Wasserglas wirklich geschmeckt? Also: Weißwein trinkt man aus kleineren Gläsern als Rotwein. Süßwein serviert man in noch kleineren Stielgläsern. Sekt wird aus Flöten oder breiten Schalen getrunken. Die Schalen geben die Kohlensäure rascher ab als das hohe Glas. Liköre werden, so vorhanden, in kleinen niedrigen Stielgläsern gereicht. Cognac oder Weinbrand trinkt man aus Schwenkern. Klare Schnäpse bietet man ebenfalls kleiner an. Bier im Bierglas, Fruchtsäfte und Mineralwasser werden im Wasserglas angeboten. Nochmals – gewisse Regeln sind nicht da, um Herrn Knigge hervorzuholen, sondern sie sind – wie alle guten Sitten – aus praktischen Gründen entstanden. Was sagte schon Wilhelm Busch? „Es zeigt sich, was im Menschen steckt, wie er seinen Esstischdeckt.“

 

Text: Dr. Elisabeth Dolzer
e.dolzer(at)besser-wohnen.co.at