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| Ideen von heute, Visionen für morgen | |||
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2055 wird die Gesamtbevölkerung der Erde auf über 9 Mrd. angewachsen sein und fast 80% davon werden in Städten leben. Auch wenn derzeit immer noch Stahl, Glas und Beton im Städtebau die Richtung vorgeben – wie lange ist das noch haltbar? Die neuen Möglichkeiten liegen in den Schubladen von Architekten und Grünraumplanern bereit. Die Wichtigkeit der Stadtvegetation reicht weit über ästhetische Effekte hinaus, denn sie hat einen positiven Einfluss auf das lokale und regionale Klima. Konsequente Fassaden- und Dachbegrünung und großzügiger Baumbestand machen Klimaanlagen überflüssig und senken so nachhaltig den Energieverbrauch der Städte. Die grüne Stadt der Zukunft ist keine Stadt in grüner Umgebung, sondern ein durchgängig grüner Lebensraum.
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| Vertikales Grün | |||

Auch die Fassaden von privaten wie öffentlich Gebäuden werden in der grünen Stadt genutzt. Aber neben der heute schon bekannten Form der Wandbegrünung mit Wildem Wein, Efeu und Co. werden die individuellen Möglichkeiten viel zahlreicher sein – von Stangengerüsten bis zu einer zusätzlichen äußeren Fassadenschale, Pflanztröge wie übereinander gestapelte Gefäße aufnimmt. Wenn´s leichter sein soll, sprießt es auch ohne Substrat, in Trägermatten z.B. aus Kokosfaser, die über Bewässerungssysteme mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Zukunftsvision? Nicht unbedingt. Heute schon werden diese Systeme in der Gebäudebegrünung eingesetzt. Der französische Botaniker Patrick Blanc ist mit seinen grünen Wandbildern Erfinder und Vorreiter der vertikalen Gärten.
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Salat und Erdbeeren von der Fassade pflücken
Text: Ing. Elke Papouschek
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