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Ideen von heute, Visionen für morgen

 

2055 wird die Gesamtbevölkerung der Erde auf über 9 Mrd. angewachsen sein und fast 80% davon werden in Städten leben. Auch wenn derzeit immer noch Stahl, Glas und Beton im Städtebau die Richtung vorgeben – wie lange ist das noch haltbar? Die neuen Möglichkeiten liegen in den Schubladen von Architekten und Grünraumplanern bereit. Die Wichtigkeit der Stadtvegetation reicht weit über ästhetische Effekte hinaus, denn sie hat einen positiven Einfluss auf das lokale und regionale Klima. Konsequente Fassaden- und Dachbegrünung und großzügiger Baumbestand machen Klimaanlagen überflüssig und senken so nachhaltig den Energieverbrauch der Städte. Die grüne Stadt der Zukunft ist keine Stadt in grüner Umgebung, sondern ein durchgängig grüner Lebensraum.

In Wien bewohnen wir nicht nur im Hinblick auf die Grünraumverhältnisse die oft genannte „Insel der Seligen“. Lokales Denken hat aber ein Ablaufdatum. Viele wirtschaftlich aufstrebende Länder z.B. in Asien stecken erst in den Startlöchern des Wohlstandes und die dort entstehenden Megacities werden Emissionen und Klimasünden vervielfachen. Wie soll das weitergehen? Hoffnung machen die neuen Ansätze der Stadtplanung, die vom behübschenden zum angewandten Grün wechseln.

Dachgärten und Balkone

Was mit der Bebauung eines Grundstückes an Vegetationsflächen verloren geht, wird 2055 durch die verpflichtende Begrünung des Daches zurückgewonnen. Bepflanzte Dächer sind kühler als befestigte, die Pflanzen binden Staub und Schmutzpartikel – die Stadtluft wird gefühlt und tatsächlich sauberer. Jede Wohnung, die keinen Garten hat, ist mit begrünten Balkonen oder Terrassen ausgestattet. Wo nicht vorhanden, wird nachträglich installiert. Das österreichische Projekt „Easybalkon“ lässt diese Idee schon jetzt real werden und plant, liefert und montiert den Balkon als vorgefertigte Stahlkonstruktion für bestehende Wohnungen.

 

 

 

 

 

 

Die Energie dazu kommt vom Dach – wie hier in den Entwürfen der SOA Architects.


Vertikales Grün
Wohnen, Arbeiten, Landwirtschaft, Tierhaltung – der „Living Skyscraper“ von Blake Kurasek könnte eine ganze Kleinstadt versorgen

 

Auch die Fassaden von privaten wie öffentlich Gebäuden werden in der grünen Stadt genutzt. Aber neben der heute schon bekannten Form der Wandbegrünung mit Wildem Wein, Efeu und Co. werden die individuellen Möglichkeiten viel zahlreicher sein – von Stangengerüsten bis zu einer zusätzlichen äußeren Fassadenschale, Pflanztröge wie übereinander gestapelte Gefäße aufnimmt. Wenn´s leichter sein soll, sprießt es auch ohne Substrat, in Trägermatten z.B. aus Kokosfaser, die über Bewässerungssysteme mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Zukunftsvision? Nicht unbedingt. Heute schon werden diese Systeme in der Gebäudebegrünung eingesetzt. Der französische Botaniker Patrick Blanc ist mit seinen grünen Wandbildern Erfinder und Vorreiter der vertikalen Gärten.

 

Salat und Erdbeeren von der Fassade pflücken
Wer weiter denkt, kann sich die grünen Wände auch als Lieferant von Kräutern, Obst und Gemüse vorstellen. In Japan, wo man unter permanenter Platznot leidet, tüfteln Gemüsegärtner bereits an der vertikalen Gemüsekultur auf Pflanzwänden. Die Pflanzen wachsen mit künstlichem Licht und Wasserdampf, der mit einer Nährlösung angereichert ist.  Und im „Salatschrank“, einem zylinderförmigen Drehschrank, wächst der Salat direkt im Supermarkt – angesichts des enormen Energieverbrauchs ist das aber sicher keine nachhaltige Lösung. Ein kunstlichtbeleuchteter Salatkopf aus dem Drehzylinder wird dabei wohl zum Luxusartikel aufsteigen.

The Vertical Farm Project
Dagegen wirken die Ideen des „Vertical Farm Project“ weitaus globaler gedacht und sinnvoller. Denn der Nahrungsbedarf der Weltbevölkerung wird sich 2055 verdoppelt haben. Um die Versorgung sicherzustellen, müssten dann weltweit zusätzliche Flächen von der Größe Brasiliens landwirtschaftlich bewirtschaftet werden. Dr. Dickson Despommier, Professor der Mikrobiologie an der Universität von Columbia hat dazu eine Grüne Vision, die Eindruck macht: Ein etwa 30 Meter hoher Turm, der „Ecotower“ beherbergt Wohnungen, Büros, Geschäfte und – einige tausend m² Fläche für Gemüsebau, Tierhaltung und sogar Fischzucht. Eine Art Hochhaus-Bauernhof ist das Projekt, das im besten Fall eine ganze Kleinstadt mit Nahrung versorgen könnte – und das bei geringem Landbedarf. Die Energie dazu kommt über Wind- und Solaranlagen vom Dach. Wenn es den Leuten in der Nachbarschaft schmeckt, reduzieren sich auch die Transportwege auf ein Minimum. Die Ideen, wie so eine „Vertical Farm“ aussehen könnte, werden stetig mehr und sind auf der homepage www.verticalfarm.at zu bewundern. Wenn die städtische Nahversorgung der Zukunft so aussieht, ist Optimismus durchaus angebracht. (bw)

 

Text: Ing. Elke Papouschek