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Energetische Sanierung planen

 

Energetisch sanieren - aber richtig!


8 Schritte die Ihnen helfen, Ihr Sanierungsprojekt erfolgreich umzusetzen


Von einem Sanierungsprojekt erwarten wir in der Regel, dass es viele unterschiedliche Ansprüche
miteinander vereint: Wir wollen Energiekosten reduzieren, den Wohnkomfort und Wohnwert
unserer Immobilie nachhaltig steigern, unser Haus soll moderner und funktionaler werden und dies
auch optisch zur Geltung bringen, gleichzeitig sollen aber die Kosten für die Sanierung möglichst
gering gehalten werden. Damit wir auch langfristig Freude an den meist aufwändigen
Sanierungsmaßnahmen haben, müssen wir daher nicht nur grundsätzliche Überlegungen zu
energetischen Aspekten anstellen, sondern auch funktionale und ästhetische Aspekte
berücksichtigen.

Klar, dass bei einer anstehenden Modernisierung erst einmal tausend Fragen im
Raum stehen: Neben wichtigen Überlegungen zur nachhaltigen Energieversorgung und -
Einsparung, geeigneten Heizsystemen, Maßnahmen zur Wärmedämmung, Kosten und
Folgekosten von Baumaßnahmen (zum Beispiel Umbau, Wartung und Unterhalt, aber auch Kosten
für Rückbau, Recycling und Entsorgung), sollten wir uns auch den Fragen widmen, inwiefern
Dauerhaftigkeit und Umnutzungsfähigkeit gewährleistet ist (etwa für einen altersgerechten
Umbau), wie die Immobilie sowohl für die Winter- als auch für die Sommermonate behaglich
gestaltet werden kann und welche Baumaterialien im Hinblick auf Bewohner und Umwelt
verwendet werden sollen.


In acht Schritten zur erfolgreiche Sanierung
Grundsätzlich gilt je schlechter ein Sanierungsprojekt geplant wird, umso größer ist auch die
Gefahr, dass Fehler später teuer korrigiert werden müssen. Eine gut überlegte Planung ist daher
das A und O einer erfolgreichen Sanierung.


Schritt 1: Umfassend Informieren
Am Anfang einer geplanten Sanierung interessiert zumeist, welche Kosten mit den
Sanierungsmaßnahmen in etwa verbunden sind. Bei einer energetischen Komplettsanierung eines
Einfamilienhauses kann beispielsweise mit Kosten zwischen 50.000 und 70.000 Euro gerechnet
werden. Aber auch der Einbau eines modernen Heizkessels kann bereits erheblich zur Einsparung
von Heizkosten beitragen. Welche Möglichkeiten es zur energetischen Sanierung gibt, hängt im
letztlich von der Gebäudebeschaffenheit und -größe ab, vom zur Verfügung stehenden
Energieträger und auch vom Budget des Eigentümers. Eine erste und gute Orientierungshilfe
bietet der kostenlose Gebäude-Energie-Spar-Check von Viessmann. Das Programm wurde wegen
der verlässlichen und objektiven Ergebnisse als einziges seiner Art vom TÜV Rheinland zertifiziert.
Mit dem Energie-Spar-Check können mit nur wenigen Eingaben unterschiedliche Wärmeerzeuger
(Brennwertgerät, Wärmepumpe, Pelletkessel oder Mirko-KWK-System) verglichen und mögliche
Einsparungen berechnet werden.

 

 

Hier geht’s zum ENERGIESPARCHECK >

 

 

Schritt 2: Gute Beratung hinzuziehen
Ein Sanierungskonzept sollte das Gebäude immer in der Gesamtschau bewerten. Werden
Einzelmaßnahmen isoliert durchgeführt und fehlt ein übergreifendes Gesamtkonzept, können teure
Bauschäden entstehen. Auf eine Beratung durch einen qualifizierten Energieexperten sollte daher
nicht verzichtet werden. Dieser untersucht vor Ort Ihren Energiebedarf und mögliche
Einsparpotentiale, erarbeitet ein an Ihre Bedürfnisse und Ihr Budget angepasstes
Sanierungskonzept und erstellt Ihnen in der Regel auch einen Stufenplan mit konkreten
Maßnahmen, Kosten und einer Wirtschaftlichkeitsberechnung. Auf dieser Grundlage können Sie
anschließend entscheiden, ob Sie alle Maßnahmen zeitgleich oder Schritt-für-Schritt ausführen
lassen.


Aber Achtung: Die Berufsbezeichnung „Energieberater“ ist kein geschützter Begriff. Auch ist der
Inhalt einer Energieberatung nicht gesetzlich festgelegt. Es sollte daher unbedingt auf die
Qualifizierung des Beraters geachtet werden. Qualifizierte Energieberater können auf dem Portal
Energieberater-2020 des Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung (BAKA), des Deutschen
Energieberater Netzwerks (DEN) und dem Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker
Bundesverband (GIH-BV) recherchiert werden.


Schritt 3: Vergleich und Auswahl von Produkten und Produktsystemen
Unabhängige Untersuchungen (u.a. eine Vergleichsstudie von der DEKRA) sind zu dem Ergebnis
gekommen, dass der Einbau einer modernen Heizungsanlage weitaus effizienter ist als einzelne
Dämm-Maßnahmen. In der Regel gilt also: Erst die Heizung tauschen, dann das Haus dämmen.
Heizungsanlagen sind allerdings eindeutig ein Investitionsgut. Bei einer Neuanschaffung sollte
sollte daher nicht nur auf den Preis geachtet werden, sondern auch auf wichtige
Servicekomponenten wie Wartung, Instandhaltung und Ersatzteileversorgung. Eine regelmäßige
Wartung verlängert die Nutzungsdauer Ihrer Heizungsanlage und sorgt für einen sicheren und
einwandfreien Betrieb. Was hier beispielsweise Miele unter den Waschmaschinen ist, ist
Viessmann unter den Heizungsanlagen. Setzen Sie lieber auf Traditionshersteller statt auf
unbekannte Newcomer. Qualität und Langlebigkeit hat ihren Preis, der zahlt sich aber sicher aus.


Schritt 4: Gründliche Planung und Angebote einholen
Bei sämtlichen baulichen Maßnahmen sind die rechtlichen Vorschriften einzuhalten. Um unnötigen
Ärger zu vermeiden, ist es daher dringend ratsam, sich frühzeitig über etwaige
Baugenehmigungen und notwendige Nachweise zu informieren. Zuständig für alle Fragen zum
Baurecht sind die Unteren Baurechtsbehörden. Soll ein denkmalgeschützes Gebäude saniert
werden, gibt die Denkmalschutzbehörde Auskunft über die gesetzlichen Anforderungen.
Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um in Ruhe über weitere bauliche Maßnahmen
nachzudenken, die „in einem Aufwasch“ mit umgesetzt werden können. Soll der Wohnraum durch
einen Anbau erweitert oder das Gebäude altersgerecht umgebaut werden? Soll die äußere
Gestaltung des Gebäudes und/oder die Lage und Größe der Fenster verändert werden? Meist
schließen sich die baulichen Veränderungen gut an das Sanierungskonzept an und können somit
kostengünstiger realisiert werden.


Je nach dem welche baulichen Maßnahmen durch das Sanierungskonzept notwendig werden,
kann es von Vorteil sein, professionelle Baufachleute hinzuzuziehen. Architekten entwickeln ein
ganzheitliches Konzept, übernehmen die Gesamtkoordination für einen geregelten Bauablauf und
erarbeiten eine Kostenaufstellung für das geplante Bauvorhaben, was eine wichtige Grundlage für
die Beantragung eines Kredits sein kann. Fachingenieure prüfen die Baukonstruktion und die
Gebäudetechnik, Handwerker setzen die Einzelmaßnahmen um. Soll das Heizsystem erneuert
werden, sollte in jedem Fall schon bei der Planung der Schornsteinfeger kontaktiert werden. Er ist
gesetzlich verpflichtet Neuinstallationen zu überprüfen.


Sofern Sie die Bauplanung nicht einem Architekten überlassen, holen Sie für jede geplante
Maßnahme mehrere Vergleichsangebote ein. Auch hier ist Vorsicht geboten: Das günstigste
Angebot ist nicht gleich auch das beste. Achten Sie auf die Qualifikation des Anbieters und lassen
Sie sich Baufachleute durch Ihren Freundes- und Bekanntenkreis oder durch Ihren Energie-
Fachberater empfehlen.


Schritt 5: Kosten kalkulieren und Fördermittel beantragen
Zu jedem guten Sanierungskonzept gehört eine detaillierte Kostenermittlung. Diese ist auch
dringende Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln. Zu den Sanierungskosten zählen
die Kosten für die geplanten Baumaßnahmen (z.B. Kosten für Rück- und Umbau, Dämm-
Materialien, Heizungsanlage etc.), Kosten für Energieberater, Architekten, Fachingenieure,
Handwerker und - nicht zu vergessen - auch die Gebühren für Genehmigungen bei der Behörde.
Lassen Sie sich diese Kosten detailliert berechnen, insbesondere wenn mehrere Maßnahmen
geplant sind. Überlegen Sie anschließend, wie viel Eigenkapital Ihnen zur Verfügung steht, über
welche Summe Sie einen zusätzlichen Kredit aufnehmen müssten und was Sie bereit sind,
finanziell zu tragen. Es ist ratsam, bei den Berechnungen immer einen finanziellen Puffer
einzuplanen, damit Sie auch bei Unvorhergesehenem gut gewappnet sind.


Sowohl für Einzel-Sanierungsmaßnahmen (z.B. Austausch einer Heizungsanlage), als auch für die
energetische Komplettsanierung gibt es zahlreiche Fördermaßnahmen. Insbesondere die KfW und
die Bafa stellen vielfältige Fördermittel zur Verfügung, aber auch Länder und Kommunen
unterstützen bei der energetischen Sanierung. Um die Fördermöglichkeiten optimal
auszuschöpfen, sollten Sie eine Fördermittelberatung in Anspruch nehmen. Diese wird von der
Bafa bei einem Einfamilienhaus mit 400 Euro bezuschusst.


Schritt 6: Ausführungsplanung und Aufträge vergeben
Sobald die Entscheidung für die notwendigen Baumaßnahmen getroffen und die Finanzierung
geklärt ist, geht es in die Feinplanung. Eine gute Ausführplanung hilft dabei, die einzelnen
Arbeitsschritte und ihre zeitliche Abfolge besser zu koordinieren. Treffen Sie eine Entscheidung
darüber, ob alle Sanierungsmaßnahmen gleichzeitig oder über mehrere Jahre verteilt durchgeführt
werden sollen. Überlegen Sie, welche Baumaßnahmen Sie selbst übernehmen können und welche
Sie lieber an Planer und Handwerker abgeben möchten (dabei ist zu beachten, dass z.B. die
Dämmung der Gebäudehülle und der Einbau einer neuen Heizung nur dann gefördert werden,
wenn diese Maßnahmen von Fachleuten ausgeführt werden).


Werden Aufträge an Baufachleute vergeben, sollte genau auf die Vertragsmodalitäten geachtet
werden. Insbesondere die Frage nach der Gewährleistung sollte geklärt sein, da es bei späteren
Schäden häufig zu Rechtsstreitigkeiten kommt. Schließen Sie daher mit jedem Handwerker einen
Bauvertrag ab, der den Leistungsumfang, Ausführungstermine, Zahlungsmodalitäten und
Gewährleistungen umfasst. Wenn Freunde und Bekannte Sie bei der Sanierung unterstützen,
sollten Sie zudem eine sogenannte Bauhelferunfallversicherung abschließen.


Schritt 7: Bauleitung, Überwachung und Abnahme
Wenn die Verträge geschlossen sind, kann nun endlich mit der Umsetzung begonnen werden.
Überlegen Sie hierzu im Vorfeld, wie Sie die Baumaßnahmen überwachen können. Bei größeren
Maßnahmen ist es sinnvoll, einen sachkundigen Bauleiter hinzuzuziehen. Vor allem Arbeiten, die
später nicht mehr sichtbar sind (z.B. Abdichtungsarbeiten oder die Dämmung des Daches) sollten
frühzeitig überprüft werden. Dokumentieren Sie den Baufortschritt (ggf. auch mit Fotos), um
spätere Mängel besser ausfindig zu machen.


Mit der Bauabnahme nehmen Sie schließlich die Leistung ab und bestätigen die Fertigstellung der
vertraglichen Vereinbarungen. Abnahmeprotokolle sollten daher niemals unter Zeitdruck
unterschrieben werden. Wenn bei der Abnahme Mängel festgestellt werden, sind diese in jedem
Fall schriftlich festzuhalten.


Schritt 8: Nachweise, Einweisung in die neue Technik, Wartung
Sind die Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen, sollten Sie zunächst prüfen, ob alle
erforderlichen Nachweise der Firmen vorliegen. Bei energetischen Sanierungsmaßnahmen
müssen die beauftragten Firmen die Einhaltung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung
(EnEV) schriftlich bestätigen. Bei Mehrfamilienhäusern müssen diese Nachweise direkt nach
Abschluss der Baumaßnahmen eingereicht werden, bei Ein- und Zweifamilienhäusern im Rahmen
einer Aufbewahrungsfrist von 5 Jahren der Baurechtsbehörde auf verlangen vorgelegt werden.
Informieren Sie sich bei den zuständigen Behörden und Fördermittelgebern frühzeitig, welche
Nachweise sonst noch zu erbringen sind.


Gute Pflege und regelmäßige Wartung verlängert die Nutzdauer Ihrer Heizanlage und sorgt für
einen sicheren und einwandfreien Betrieb. Lassen Sie sich Ihre neue Anlage von Ihrem
Heizungsfachbetrieb genau erklären und ziehen Sie eine jährliche Überwachung der Anlage auf
Basis eines Wartungsvertrages in Betracht, denn die regelmäßige Instandhaltung hilft letztlich viele
unnötige Kosten zu sparen.