| Viessmann-Gewinnspiel | Fenster schliessen |
| Wo meine Sonne scheint | |||
|
US-Schriftsteller Samuel Langhorne Clemens, besser bekannt als Mark Twain, traf wohl den Nagel auf den Kopf, als er meinte: „Vorhersagen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen“. Besonders schwierig sind sie, wenn sie ein derart komplexes Thema wie die Energiegewinnung und -versorgung in ihren Mittelpunkt rücken. |
Eine nach Leistungsvermögen differenzierte Analyse des solaren Dachpotentials zeigt, dass:
|
Abchecken aller relevanten Energieverbraucher (Haushaltsgeräte, Heizungen, Unterhaltungselektronik etc.) auf ihre Energieeffi zienz und kompromissloses Durchgreifen dort, wo Energie vergeudet wird. Darauf und im Hinblick auf die Gebäudedämmung existieren heute bereits Mindeststandards, die sich in den kommenden Jahrzehnten dem jeweiligen Stand der Technik entsprechend anpassen werden. Dadurch sinken die Kosten für diesen Bereich kontinuierlich.
Intensive Nutzung der vor Ort vorhandenen Energiequellen: der Biomasse, der Windenergie, der Erdwärme, vor allem aber der Sonnenenergie, d. h. Photovoltaikanlagen auf Dächern, Freiflächen, an der äußeren Gebäudehülle (Fassade, Fensterfl ächen). Es ist davon auszugehen, dass die Wirtschaftlichkeit dieser Energieressourcen - allein schon durch das sukzessive Versiegen der konventionellen Quellen - gegeben sein wird.
In Summe ergibt das (analog zum gegenwärtigen Niedrigenergie- bzw. Passivhaus) ein Aktivhaus, das mehr Energie produziert, als es verbraucht. Entsprechende Konzepte sind bereits marktreif und werden sich in den kommenden Jahrzehnten flächendeckend durchsetzen.
| mit Sonnenenergie 30 % des Strombedarfs abdecken | |||
|
Einen Vorgeschmack auf das, was Häuslebauer, Hausbesitzer, Besitzer von Handels- und Gewerbeobjekten, aber auch die öffentliche Hand erwarten dürfen, liefern aktuelle Studien. So hat DI Johann Gerdenitsch, mit Energiefragen und Klimaschutz beauftragter Experte der „Solarstadt“ Fürth/Deutschland, im Burgenland, dem österreichischen „Land der Sonne“ eine Potenzialanalyse im Hinblick auf die Nutzbarkeit der Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen durchgeführt, die zukunftsweisende Ergebnisse erbracht hat. Gerdenitsch: „Für mich ist realistisch, dass mit Sonnenenergie zumindest 30 % des Strombedarfs des Burgenlandes abgedeckt werden können.“ |
DI Johann Gerdenitsch |
| Große Chancen in der regionalen Energiegewinnung und -verteilung | |||
|
Dr. Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises, Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien und Mitglied des Deutschen Bundestags sieht große Chancen in der regionalen Energiegewinnung und -verteilung. Sein Ansatz für die Zukunft – vor allem im Verantwortungsbereich der Kommunen und Regionen - ist ein multipler: Die Kombination Hybridkraftwerke (z. B. Windkraft mit Biogas), Mobilisierung der Bio-Energie, auch Anbau von Energiepfl anzen unter den Windkraftanlagen - gewissermaßen als Doppelnutzung der Fläche -, die systematische Ausrichtung an der Verwertung der organischen Abfälle, was 20% der Stromversorgung ausmachen kann und eine klassische kommunale Aufgabe für die Zukunft ist. Die Nutzung von Windkrafttürmen z.B. als Gasspeicher für Hybridkraftwerke (das ist schon da), oder als Speicher von Strom aus erneuerbaren Energien. So wird das auch mit den erneuerbaren Energien sein.
Text: Manfred Murczek
|
Dr. Hermann Scheer |



