| Zutaten für eine perfekte Ruheoase | |||
Sie sind morgens gerädert, die Wand könnte mal wieder einen neuen Anstrich vertragen, oder der Kleiderschrank ist einfach zu klein? weltdeswohnens gibt Ratschläge, wie Sie Ihr Schlafzimmer auf Vordermann bringen.
Hast du gut geschlafen? Eine Frage, die nicht jeder mit Ja beantworten kann. Viele wachen gerädert auf und kommen nur schwer aus den Federn. Dabei ist ein gesunder Schlaf so wichtig, um im Alltag nicht schlapp zu machen. Acht Stunden, so heißt es gewöhnlich, sind empfehlenswert – das würde bedeuten, dass man ein Drittel seines Lebens mit Schlafen verbringt. Wie viele Stunden man letztendlich benötigt, ist aber immer auch vom eigenen Lebensrhythmus abhängig. Entscheidend ist ohnehin, wie gut man schläft, und das wiederum hängt von verschiedenen Faktoren ab.
weltdeswohnens gibt Ihnen die besten Tipps für einen erholsameren und gesünderen Schlaf – von Ratschlägen für die Verschönerung des Schlafgemachs über gesundheitliche Empfehlungen bis hin zu Anregungen, wie man Stauraum gewinnt. In diesem Sinne: Gute Nacht!
| Bettwäsche | |||
Ein schöner Bettbezug macht nicht nur optisch etwas her, sondern lädt auch zum Hineinkuscheln ein. Die meisten Menschen bevorzugen Bettwäsche aus reiner Baumwolle, da sie saugfähig ist und sich angenehm auf der Haut anfühlt. Wie oft man sie waschen sollte, hängt stark davon ab, wie stark man nachts schwitzt. Normalerweise sollte jedoch einmal pro Woche ausreichen.
| Licht | |||
Im Schlafzimmer sorgt vor allem indirektes Licht für eine wohlige Atmosphäre, da es nicht blendet, sondern sanft mit einem vergrößerten Lichtkegel in den Raum fällt. Indirektes Licht erzeugt man durch Glühlampen wie Kopfspiegel- und Reflektorlampen oder durch Leuchten mit satiniertem Glasschirm. Im Trend liegen handgemachte Leuchten aus bestickter Seide in verschiedenen Farben Beim Lesen im Bett sollte man allerdings auf eine ausreichende Beleuchtung achten, die seitlich von hinten kommt, das Licht breit verteilt und wenig Schatten erzeugt.
| Farben | |||
Für den einen kommt nur Weiß in Frage, dem anderen kann es nicht bunt genug sein. Richtig eingesetzt, können Farben wahre Wunder bewirken. So ist zum Beispiel Hellblau aufgrund seiner kühlenden, aber auch beruhigenden Wirkung ideal, da ein kühler Schlafraum grundsätzlich empfehlenswert ist. Ebenfalls gut geeignet: Grün und Türkis; Grün wird als entstressend empfunden, Türkis als erfrischend. Zu Rot raten Experten nur, wenn man eine erotische Note ins Schlafzimmer bringen will; es wirkt aktivierend und bringt den Kreislauf in Schwung, statt zu entspannen. Für kleine, dunkle Räume empfiehlt sich eher ein sonniges Gelb, da es einen aufhellenden und vergrößernden Effekt hat.
| Bodenbeläge | |||
Der Vorteil von Teppichen: Sie sind flauschig und warm und schlucken Geräusche. Auch Hausstauballergiker müssen heutzutage nicht mehr auf sie verzichten, da die meisten Modelle den feinen Staub binden, der den allergieauslösenden Milbenkot enthält. Der Staub gelangt also nicht mehr in die Raumluft. Allerdings sollten Allergiker kurzflorige Modelle kaufen. Allergikerfreundliche Teppiche bietet unter anderem die Firma Vorwerk an. Aber auch Holzböden werden im Schlafzimmer immer angesagter, nicht zuletzt, weil sie bei guter Pflege ewig halten. Versiegelte Böden verhindern außerdem, dass sich Staub und Schmutz in den Zwischenräumen der Holzdielen festsetzen. Hinzu kommt, dass ein Parkett- oder Laminatboden einfach zu reinigen ist. Vor allem aber hat Holz eine lebendige Oberfläche, und es schafft eine warme Atmosphäre. Ein umfangreiches Angebot findet sie hier.
| Accessoires | |||
Ob ein Spiegel, eine Vase oder ein Kerzenleuchter: Richtig eingesetzt, verstärken Accessoires das Wohlgefühl. Und wer sich in seiner Umgebung geborgen fühlt, schläft auch leichter ein. Besonders gut schlummert man unter einem Betthimmel. Er ist nicht nur dekorativ, sondern schützt zusätzlich vor Mücken.
| Betten | |||
Auch wenn es unterschiedliche Aspekte sind, die das Schlafzimmer zum Entspannungsraum machen: Das Bett steht im Zentrum – und sollte mit Sorgfalt ausgewählt werden. Selbst wer tief schlummert, wechselt bis zu 60-mal pro Nacht die Haltung. Das ist problemlos möglich, wenn die Liegefläche geräumig ist: Körpergröße plus 30 Zentimeter – das ergibt eine bequeme Länge. Ein Einzelbett soll 95 Zentimeter breit sein, besser sind 1,40 Meter. Auch das Bettklima ist ein Ruhefaktor. Im Schlaf reagiert der Körper schon auf Temperaturunterschiede von einem Grad: Wird es im Bett zu kalt, fröstelt man und erwacht – die Matratze muss für gleichmäßige Wohlfühlwärme sorgen. Pro Nacht schwitzt man etwa einen halben Liter Wasser aus, die Feuchtigkeit muss nach außen entweichen können. Für die Mittagsruhe mit einem Buch oder das Frühstück im Bett sind verstellbare Federholzrahmen perfekt, die den Rücken stützen oder die Fußpartie anheben. Bei einem elektrisch betriebenen Unterbau sollte der Motor leise arbeiten und eine Netzfreischaltung möglich sein.
| Matratzen | |||
Meist bestehen Matratzen aus Latex oder Schaumstoff oder haben einen Feder- oder Taschenfederkern. Wer Natur pur will, kann Rosshaar, Sisal, Naturlatex oder Schafwolle wählen – fragen Sie den Händler nach der richtigen Pflege. Bei Qualitätsmodellen ruht man auf allen Materialien gut. Damit die Wirbelsäule gesund liegt, muss die Matratze den Körper punktelastisch stützen: Dazu sollte sie im Kopf- und im Taillenbereich fester sein und im Schulter- sowie im Hüftbereich stärker nachgeben. Inzwischen gibt es ausgefeilte Modelle: So können Federn in einem Latexmantel stecken oder unterschiedlich harte Schaumstoffe die Liegefläche bilden. Oder es sollen durch mehrere Materialschichten die Stützeigenschaften sowie der Feuchte- und Wärmehaushalt optimiert („Orthomatic TT 3“, www.musterring.de) oder durch Einschnitte, Luftkanäle und -kammern die Nachgiebigkeit und das Bettklima reguliert werden
| Härtegrade | |||
Schwere Menschen brauchen in der Regel eine festere Unterlage. Da die Härtegradangaben der Hersteller eher als Richtwerte zu verstehen sind, lohnt es sich auf jeden Fall, Probe zu liegen. Oft kann man die verpackte Matratze sogar mehrere Tage lang zu Hause ausprobieren. Alle zehn Jahre sollte eine neue Matratze her. Beim Kauf ist es nicht sinnvoll, auf den letzten Cent zu schauen – schließlich verbringt man gut ein Drittel seines Lebens im Bett. Einfache (Bonell-)Federkernmodelle kosten weniger, geben allerdings eher flächen- als punktelastisch nach. Schaumstoff-, Taschenfederkern- und Latexmatratzen sind teurer. Die Preise für eine gute Unterlage können durchaus zwischen 200 und 2.000 Euro variieren!
| Lattenroste | |||
Die Matratze muss mit der tragenden Unterkonstruktion, dem Lattenrost, abgestimmt werden; nur Federkernmodelle können eine Ausnahme machen. Ein Lattenrost oder Federholzrahmen besteht aus biegsamen Leisten, die unter dem Körpergewicht nachgeben („Magic Flex“ von Hülsta, ab ca. 287 Euro, www.huelsta.de) und seitlich fest oder beweglich gelagert sind. Bei hochwertigen Modellen ist die Flexibilität einzelner Leisten oder Bettzonen regulierbar. Manche Rahmen haben auf den Leisten Lamellen- oder Flügelelemente, die für eine besonders gute Körperanpassung sorgen („WINX 200“, ab ca. 405 Euro.
| Wasserbetten | |||
Es hat Freunde, die von ihm sanft in den Schlaf gewiegt werden wollen. Und es hat Gegner, die vor zu viel Wärme und vor Elektrosmog warnen. Auch fürs Wasserbett gilt: Ausprobieren entscheidet, denn die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß. Prinzipiell besteht ein Wasserbett aus einer Bodenplatte, einer elektrischen Heizung, einer Sicherheitsfolie, die im Schadensfall das Auslaufen verhindert, einer Stoffauflage und der Matratze. Letztere ist von einem harten (hardside) oder einem weichen (softside) Rahmen umgeben. Von der Zahl der Vliese in der Matratze hängt es ab, ob das Wasser nach Bewegungen länger schwingt oder sich kaum bewegt. Positiv: Wasserbetten sollen den Körper besonders entlastetend tragen, und der Kunststoff bietet Milben keinen Lebensraum.
| Schlafmittel | |||
Das Bett scheint ein sanftes Ruhelager, die Lieblingsfarbe schmückt die Wände, die Bettwäsche streichelt die Haut, doch man schlummert einfach nicht ein? Schlafforscher wissen, dass sich auch der Lebensstil auf die Nachtruhe auswirkt. Gut ist ein regelmäßiger Tagesablauf mit genug körperlicher Bewegung – Sport sollte aber spätestens nachmittags auf dem Programm stehen. Auch wer nach zwölf Uhr auf Kaffee verzichtet, sinkt rascher in Morpheus’ Arme. Direkt vorm Zubettgehen sollte man weder üppig essen noch Alkohol trinken: Der macht zwar zunächst müde, doch wenn er abgebaut ist, erwacht man wieder. Rituale wie das Hören entspannender Musik, ein Genuss eines Bechers warmer Milch, ein Spaziergang oder ein Wannenbad fördern einen sanften Übergang ins Traumland. Wer allerdings unter Schnarchen, Atempausen oder auch chronischer Müdigkeit leidet, sollte unbedingt ärztlichen Rat einholen und sich vielleicht einer Untersuchung der Nachtruhe im Schlaflabor unterziehen.
| Allergien | |||
Was für viele ganz selbstverständlich ins Bett gehört, raubt anderen den Schlaf: Ein daunengefülltes Kissen, aber auch eine Schafwolldecke oder eine Rosshaarauflage kann bei Allergikern zu tränenden Augen und Niesanfällen, mitunter gar zu Atemnot führen. Hier helfen synthetische Füllmaterialien oder allergendichte Bezüge (Encasings). Letztere schützen auch vor Milben und ihrem Kot , der bei sensibilisierten Menschen Juckreiz, Schnupfen oder Asthma auslösen kann. Es hilft auch, Decken und Kissen bei mindestens 60 Grad zu waschen, oder die Matratze in die Sonne zu legen – bei hohen Temperaturen sterben die Tiere. Oder man lässt die Matratze einmal im Jahr säubern: Eine chemiefreie biologische Tiefenreinigung (www.gereinigte-matratzen. de) bringt ein gutes Ergebnis und tötet außerdem Schimmelpilze und Bakterien, eine reine Fleckenbehandlung kann das nicht.
| Kleiderschränke | |||
Das Schlafzimmer ist allein zum Schlafen da? Schön wäre es. In den meisten Wohnungen wird dort natürlich auch die Kleidung verstaut, schließlich hat nicht jeder Platz für ein Ankleidezimmer. Auch Schuhe, Wäscheständer, Staubsauger, Bügelbrett, Sportgeräte, Koffer oder Campingsausrüstung wollen untergebracht werden. So wird die Stauraum- rasch zur Wohlfühl-Frage: Wie soll man zur Ruhe finden, wenn der Raum vollgestopft ist? Die klassische Lösung ist der Kleiderschrank. Doppeltürige Solitäre haben meist kein allzu großes Fassungsvermögen. Oft werden Einzelelemente nach Bedarf zu verschieden breiten Schränken addiert, die alles andere als spießig aussehen: Lack, Holz, Bambus, Spiegel(-Glas), Stoff oder auch Tapete machen die Fronten zu modernen individuellen Hinguckern. Wer mag, kann sie sogar mit einem Wunschmotiv bedrucken lassen Ruhe vermitteln weite Flächen sowie helle und dezente Farbtöne. Noch großzügiger wirken raumhohe und -breite Systeme, die dank passgenauer Regale und Auszüge im Inneren den Platz optimal nutzen. Je nach Budget kann man unter vielen Detaillösungen wählen: Zum Beispiel lassen sich Anzug- und Krawattenhalter per Knopfdruck auf Griffhöhe herunterfahren, oder die Socken werden in extraflachen Auszügen griffbereit verstaut.
| Nischenlösungen | |||
Kleinteile lassen sich auch woanders unterbringen: Dessous oder Strümpfe zum Beispiel in Kommoden, Bettwäsche, Decken oder Zusatzkissen in Bettkästen. Wer das Bett auf ein Podest stellt, kann darunter Schubläden auf Rollen einsetzen. Im Schlafzimmer unterm Dach bieten sich niedrige Abseiten, unter denen man ohnehin nicht aufrecht stehen kann, für den passgenauen Einbau von Schränken an. Eine weitere einfache Lösung: ein Regal, in dem Kleinteile in hübschen Kartons aufbewahrt werden.
| Alltagstauglichkeit | |||
Ob Schrank, Highboard oder Kommode – es kommt darauf an, dass die Qualität stimmt. Lassen sich Türen und Schubläden gut öffnen und schließen, gleiten Schiebetüren leicht und flüssig? Ideal für einen besseren Zugriff sind Vollauszüge und Türen, die sich um mehr als 90 Grad öffnen lassen. Praktisch: Schubläden mit Selbsteinzug schließen sich schon durch leichtes Anstoßen. Und eine in den Schrank integrierte Beleuchtung vereinfacht nicht nur die Suche nach Hemd und Abendkleid, sondern sorgt hinter satinierten Glastüren auch für eine gemütliche Atmosphäre. Im Alltag wichtig: Oberflächen und Materialien sollten unempfindlich sein und sich einfach reinigen lassen. Glasflächen und Spiegel lassen Räume weiter erscheinen, müssen aber häufiger geputzt werden. Bei naturbelassenem Massivholz sollten die Oberflächen regelmäßig geölt werden. Und wer auf Hausstaub mit Niesanfällen reagiert, sollte bedenken, dass dieser sich in Bettrahmen oder Schrankfronten aus Flechtwerk gut absetzen kann. Außerdem: Könnte es sein, dass Sie noch einmal umziehen? Dann zählt, ob die Möbel sich einfach ab- und aufbauen lassen und so variabel konstruiert sind, dass sie auch bei einem anderem Raumzuschnitt gut zusammengestellt werden können.
| Ansichtssachen | |||
Das Schlafzimmer ist der Ruheraum einer Wohnung. Wer hier dennoch den Schreibtisch oder die Bücherwand unterbringen muss, sollte einige Tipps beachten, damit das Zimmer nicht überfüllt aussieht. Erstens: Die Einrichtung wirkt harmonischer, wenn die Möbel sich in Bezug auf Material, Farbe und Stil nicht zu sehr unterscheiden. Zweitens: Geschlossene Fronten vermitteln Ruhe. Hinter Türen oder einem Paravent ist der Arbeitsplatz mit Computer und Aktenordnern oder auch ein Fernseher dem Blick entzogen. Drittens: Richten Sie eine Relax-Ecke ein – beispielsweise mit einem Sessel und einer Pflanze –, in die Sie sich zurückziehen können. Viertens: Auch wenn viel verstaut werden muss – eine freie Wand suggeriert Großzügigkeit. Fünftens: Auch für die Ablageflächen auf Kommoden oder in einem Regal gilt: Freiraum statt Wäschebergen oder Bücherstapeln beruhigt; ein sorgsam platziertes Bild oder eine Vase ist ein angenehmer Blickfang.
Bereitgestellt von
www.schwaebisch-hall.de/magazin/wohnen-einrichten/














