| Alter Werkstoff - neu entdeckt: Beton | |||
Aus Beton lassen sich keineswegs nur Häuser, Tiefgaragen und Brücken bauen. Junge Künstler und Designer beweisen das Gegenteil und entdecken das Material, das seit der Antike bekannt ist, neu: Wohnaccessoires oder Leuchtobjekte entstehen als Unikate oder in Kleinserien. Aus dem Trendwerkstoff werden zudem vielbeachtete Skulpturen und Objekte gefertigt. Beton wird geformt, bearbeitet, aufgebaut, bemalt und mit anderen Materialien gemischt.
Aufwendige Verarbeitung
Kreative begeistern sich für die nahezu unbegrenzten Verarbeitungsmöglichkeiten von Beton. Den Künstlern gefällt die Formbarkeit, außerdem mögen sie die vielen Ausdrucksvarianten des Werkstoffs. Dabei ist der Beton, der zu Vasen, Schalen oder Kerzenständern verarbeitet wird, vergleichbar mit dem Beton auf der Baustelle. Die Verarbeitung ist jedoch aufwendiger, durch Schleifen oder Polieren erhält der Werkstoff eine zarte, glatte Oberfläche - vergleichbar der von Naturstein. Zugleich lassen sich die Objekte durch Wachsen, Imprägnieren und andere Methoden vor Außeneinwirkungen schützen. "Der Baustoff Beton hat viele Sprachen. Genau darin liegt der Reiz für Künstler, aber auch für Architekten", sagt Thomas Kaczmarek, Geschäftsführer des InformationsZentrums Beton (www.beton.org). Er beobachtet eine zunehmende Begeisterung der Designer für das Material. "Beton ist alles andere als langweilig und kalt."
Vielseitig nutzbar
Wie vielseitig das Material ist, zeigt die Künstlerin Alexa Lixfeld: Bewusst hat sie in einer typischen Wohnung analysiert, wo sich gängige Keramik durch den Trendwerkstoff ersetzen lässt. Ihr Fazit: "Oft bietet Beton Vorteile gegenüber der traditionellen Keramik." Für die Künstlerin, die mehrere Jahre diesem Projekt widmete, steht fest: "Die Beschäftigung mit dem Material ist innovativ, kreativ und nachhaltig." Eine Aussage, der Produktdesigner Jochen Korn nur beipflichten kann: Seit mehreren Jahren hat er sich voll und ganz dem Material verschrieben und eine umfassende Kollektion an Wohnaccessoires entwickelt.
Wohnaccessoires in neuem Gewand
Nicht nur Architekten, auch junge Möbel- und Produktdesigner gewinnen dem zu unrecht als eintönig und seelenlos verschmähten Baustoff zunehmend neue Seiten ab. Ob Küchenzeile oder Waschtisch, CD-Regal oder Lichtobjekt - den gestalterischen Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Der Baustoff lässt sich in jede beliebige Form gießen. Auch der Veredelung durch Polieren, Einfärben oder Beimischen anderer Materialien sind kaum Grenzen gesetzt. (djd/pt).
Viele Einrichtungsbeispiele sind auf www.beton.org verfügbar.
| Sofa ohne Grenzen | |||
Mit einer brandneuen Sofafamilie unterstreichen Vitra und Antonio Citterio ihre 25-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Besonderheit dabei: Mit „Suita“ konzentriert sich der italienische Designer, der vorwiegend Office- und Besucherstühle, Wartesofas und Bürosysteme entwickelte, erstmals auf ein Wohnmöbel. „Suita“ umfasst als klassische Sofa-Familie einen Zweisitzer und Dreisitzer, eine Chaise Longue, ein Daybed, zwei gepolsterte Plattform-Elemente, einen Ottoman und den Club Armlehner. Für mehr Komfort und zur Ablage lassen sich Tablare an der Sofa-Rückseite befestigen.
Und was bedeutet „Suita“? Offiziell spielt der Name auf den alpinen Kulturraum an, mit dem die deutschsprachige Schweiz und Norditalien verbunden sind, und lässt sich aus der rätoromanischen Rumantsch-Sprache als Suite, Folge und Ensemble übersetzen. Dass auch die Landesbezeichnungen SUI und ITA den Modellnamen bilden, macht das „Suita“-Sofa zu einem Treffpunkt mit Komfort ohne Grenzen. www.vitra.com Redaktion: Christian S. Sikora
| Geheimnis-Krämerei | |||
Es gibt einfach Situationen, in denen man mit einem Gesprächspartner gerne alleine sein möchte und – frei nach Alfred Polgar – dazu dennoch Gesellschaft benötigt. Wie ein dazugehöriges Konzept aussieht? Büromöbelhersteller Bene präsentierte nun „PARCS“ im Design von PearsonLloyd, und das mit einer gehörigen Portion Stolz. Das Ensemble bestehend aus hochgezogenen Armlehnen, Supportern und Abtrenn-Elementen lässt unterschiedliche Settings im Raum zu und bietet gleichzeitig akustische wie visuelle Abschirmung. Optimal für Meetings, Teamwork, Präsentation und Entspannen. Fand auch die Jury, welche „PARCS“ den „red dot award: product design 2010“ verlieh.
www.bene.com Redaktion: Christian S. Sikora
| Piep-Show | |||
Viele lieben sie, Katzen sowieso. Wenn kleine Piepmätze und redselige Papageien aber den ganzen Tag über Wetter, Vier- oder Zweibeiner lästern, dann wünschte man sich schon einmal einen Knopf zum Abschalten. Die spanische Kunstporzellanmarke Lladró, bekannt für außergewöhnlich naturalistische Darstellungen von lebendigen und nichtlebendigen Körpern, präsentiert mit „Parrot Party“ einen kunstvollen Kontrast zwischen minimalistischer Formgebung und naturalistischer Wiedergabe. Selbst das Federkleid der Sittiche auf Vase und Kerzenleuchter wurde bis ins kleinste Detail von Hand perfekt ausgearbeitet. Da kann einem fast der Schnabel offen stehen bleiben ...
www.lladro.com Redaktion: Christian S. Sikora
| Retro-Spectaculum | |||
Alter Wein in neuen Schläuchen? Innovation dreht dieses Sprichwort um: „Ein Blick in die Vergangenheit ist manchmal der beste Blick in die Zukunft“ und meint damit, dass „Vintage“ in den letzten Jahren deshalb immer beliebter wurde, weil in den uralten Mode-Designs vergangener Jahrzehnte viele Geschichten zu finden sind.
Kurzum: Das mit weichen, organischen Formen protzende Leder- /Textil-Sofabett „Twinzer“ repräsentiert coolen Retro-Style modern interpretiert. Vintage-Look fürs 21. Jahrhundert – wir lieben es! www.inno.dk Redaktion: Christian S. Sikora
| Japaner mögen auch Kaffee | |||
Zwei junge Designer entwerfen und realisieren Produkte, die eigentlich niemand gefordert hat, die sich aber irgendjemand irgendwo so vorgestellt haben könnte. Mit diesem Statement präsentieren Atsushi Koike und Tadahito Ishibashi von Supercent ihre Sichtweise. Und die gibt ihnen durchaus recht. Espressomaschinen sind keine Erfindung von gestern und das „Kaffeepad“ hat sich in Europa mittlerweile auch schon etabliert. Dennoch ist die „PD-1“ (Hersteller: Brunopasso) die erste Espressomaschine japanischer Designer, die Pads verwendet. „Aerodynamisch wie eine Jet-Turbine und emotional wie ein Ferrari ...“, schmachten Kaffee-affine Blogger in ihren Beiträgen. www.supercent.jp, www.brunopasso.se Redaktion: Christian S. Sikora
| Die Wohnung als Ausdruck des persönlichen Lebensentwurfs Repräsentative Umfrage zeigt Veränderungs-Motive der Deutschen | |||
Die eigenen vier Wände sind der wichtigste Ort der Menschen: dort leben sie zusammen mit ihrer Familie, treffen Freunde, drücken ihren Lebensstil aus, entspannen sich oder sind kreativ tätig. Wenn man im Leben etwas verändern will, ist die Wohnung der Ort, an dem das am Einfachsten ist. Warum die Deutschen welche Veränderungen in ihrer Wohnung vornehmen oder was sie daran hindert hat IKEA bei einer repräsentativen Umfrage unter 1.100 Deutschen zwischen 18 und 65 Jahren untersucht.
| Möbelkauf mit allen Sinnen | |||
Schön ist es ja, das neue Sofa beim freundlichen Händler. Aber stimmt die Qualität und erfüllt das Möbelstück die persönlichen Erwartungen? Dazu rät Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM): „Kunden sollten Sitz- oder Liegemöbel so kaufen, als wären sie auf der Suche nach einem eleganten Abendkleid...
| Möbeltrends 2008 | |||
- Die Küche wird zum zentralen Lebensraum
- Das moderne Kinderzimmer wächst mit
- Wohlfühlen liegt im Schlafzimmer im Trend
- Ein neues Bad: Einladung zum Glücklichsein
- Der Chef am idealen Arbeitsplatz zu Hause
- Das Wohnzimmer wird Entertainment-Raum















