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| Bauen - Wohnen - Renovieren | |||
Risse sind oft harmlos und immer unschön
Solange sie ganz fein und daher kaum sichtbar sind, gelten Risse an Fassade, Decke, Innenwand oder im Fußboden allenfalls als Schönheitsfehler. Allerdings können sich daraus Bauschäden entwickeln, die nicht harmlos sind. Die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, weist darauf hin, dass manche Risse auf tieferliegende Ursachen hinweisen, die fachmännisch behoben werden müssen.

Bestimmte Rissformen am Putz oder am Estrich deuten auf Veränderungen im Mauerwerk oder im Untergrund hin. Netzförmige Risse gehören zu den üblichen Alterserscheinungen von Hausputzen, für Stuckateure ein tägliches Bild. Gefahr besteht erst dann, wenn lange genug Wasser, etwa Schlagregen, in tiefere Schichten eindringt. Wenn es winters friert, dehnen sich die feinen Risse durch das größere Volumen des Eises aus, so dass es zu Abplatzungen kommt. Ein rechtzeitiger neuer Anstrich kann das zumindest verzögern.
Setzrisse entstehen an neuen und alten Häusern
Wenn wenige Wochen nach dem Bezug eines neuen Hauses bereits erste Risse zu sehen sind, handelt es sich meist um Setzrisse. Sie entstehen fast ausnahmslos dort, wo etwa durch Temperaturänderungen oder ungleichmäßige Setzungen des Bodens Spannungen auftreten, die das Material selber nicht mehr auffangen kann. Das ist zum Beispiel möglich, wenn zwei Wohnhäuser mit unterschiedlichem Gewicht dicht nebeneinander gebaut werden.
Aber auch bei Altbauten kann es noch zu einer ungleichmäßigen Setzung kommen, etwa durch Veränderungen in der unmittelbaren Umgebung des Hauses und sogar durch den Abriss eines Anbaus. Selbst beim Fundament tritt dieses Problem auf, manchmal noch nach Jahren, obwohl gerade diese Bauteile eigentlich für Spannungsausgleich sorgen sollen. Doch führen Planungs- oder Ausführungsfehler manchmal dennoch zu ungleichmäßigen Setzungen.
| Weitere Ursachen von Rissen dieser Art haben nicht unmittelbar mit dem Gebäude zu tun und können ebenfalls noch Jahre nach der Fertigstellung auftreten, zum Beispiel ein sinkender – oder steigender – Grundwasserspiegel. Auch nach Erschütterungen bei Straßenbauarbeiten mit schwerem Gerät zeigen sich die Folgen oft an den Hauswänden benachbarter Gebäude. | ||
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Reparatur oder Sanierung Ob sich ein Riss noch weiter ausbreitet, kann man mit Hilfe von Gips ermitteln. Dazu wird er auf den Riss aufgetragen und fest angedrückt. Nach zwei Wochen dürfte sich zeigen, ob er zur Ruhe gekommen oder ebenfalls gerissen ist. In leichteren Fällen wird der Riss mit Silikon oder Kunstharz verfüllt. Dazu kratzt man die Schadstelle beispielsweise mit einem Schraubenzieher aus, verbreitert sie ein wenig und spritzt die Vertiefung anschließend mit Kunststoffmasse aus. Die ausgetrocknete Stelle wird mit selbstklebendem dünnem Rissband aus Glasfaser für die Tapezierung vorbereitet. Gehen die Risse tiefer, lassen sie sich durch Ausgießen mit Kunstharzen auf Dauer schließen. Weist vieles auf einen größeren Rissschaden hin, sollte ein Sachverständiger hinzugezogen werden. | |||
Tipps von Wüstenrot bei Rissbildung in und am Haus
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